Martin-Luther- Europaschule
Martin-Luther-Europaschule 

Erasmus

Nobelpreisträgerschule trifft Martin-Luther-Schule

Nikolaus-Lenau-Lyzeum/Rumänien und

Europaschule arbeiten zusammen

 

Das Nikolaus-Lenau-Lyzeum ist Nobelpreisträgerschmiede und eine der besten Schulen Europas! Sie haben mit Hertha Müller und Stefan Hell zwei ehemalige Schüler, die heute den Nobelpreis tragen. Wie viele Schulen europaweit gibt es, die so etwas Sensationelles von sich sagen können? Und eben diese Schule ist mit 10 Schülerinnen und Schüler, der Konrektorin Simona Lobont und der Lehrerin Astrid Otiman diese Woche in Herten angereist, um mit Jugendlichen und Lehrerinnen und Lehrer der Martin-Luther-Schule zusammen zu arbeiten.

Schülerinnen und Schüler der Martin-Luther-Schule begrüßen ihre rumänischen Partnerinnen und Partner am Flughafen in Dortmund

Möglich wurde diese Partnerschaft durch die Bemühungen der Schulen auf EU-Ebene, wo sich beide Schulen zu einem Projekt zur Erkundung Europas zusammengeschlossen haben und nun intensiv gefördert werden.

Die Nachfolgegeneration der Literatur-Nobelpreisträgerin von 2009 (Herta Müller) und des Chemienobelpreisträgers 2014 (Stefan Hell) aus Timisoara hat sich in der einwöchigen Auftaktveranstaltung das Ziel gesetzt, Herten und den Kulturraum „Ruhrgebiet“ näher zu erkunden. Die Westerholter Lehrerinnen Dajana Jost, Lara Lunemann und Lia Winning haben hierzu ein inspirierendes Besuchsprogramm zusammengestellt:

Es geht los im  Siebenbürgenviertel, welches für die geschichtlichen Verbindungen Hertens nach Rumänien steht und die jungen Leute aus beiden Städten werden dort den Faden zur gemeinsamen Geschichte aufnehmen bzw. inhaltlich bearbeiten. Natürlich werden die Gäste auch vom Bürgermeister empfangen, sie machen eine Stadtrundfahrt, erkunden das Alte Dorf, erforschen den ehemaligen Zechenstandort Ewald und besuchen Schlägel und Eisen. Was die Kulturräume um Herten herum angeht, so stehen das Kletterzentrum „Neoliet“ in Bochum, die Skihalle in Bottrop, der Tetraeder, ein Popkonzert in der Zeche Carl, das Centro O, das Musical „Tanz der Vamire“ und eine Schlösserfahrt durchs Münsterland auf dem Programm. Begleitend zu all diesen Aktivitäten steht jedoch auch tägliches internationales Lernen auf der Agenda. Jede Unternehmung wird genau dokumentiert, illustriert und ausführlich kommentiert damit der erste Teil eines umfassenden Reiselesebuches entstehen kann. Der zweite Teil erfolgt im Juni in Rumänien, wenn die Matin-Luther-Schülerinnen und -Schüler zum Gegenbesuch nach Timisoara kommen. Der letzte Teil dieser Trilogie wird zu einem späteren Zeitpunkt geschrieben, dann, wenn die Jugendlichen sich zu einer Dreiländerfahrt in Brüssel, Strasbourg und Frankfurt wiedersehen. Fehlt nur noch die Frage, wie die Schulleitung diese umfangreiche Reisetätigkeit und den damit verbundenen Unterrichtsausfall bewertet? Hermann Kuhl gibt sich gelassen: “Ich kann jeden beruhigen, es findet kein Unterrichtsausfall statt, sondern unsere Jugend erlebt Unterricht an aufregenden Orten und letztendlich ist es so, wie Konrad Adenauer bereits gesagt hat: `Die Einheit Europas war ein Traum von wenigen. Sie wurde die Hoffnung für viele. Sie ist heute die Notwendigkeit für alle´.“ 

Dr. Lia Winning, Hermann Kuhl, Dajana Jost, Lara Lunemann

 

Europaschule startet Schuljahr mit Paukenschlag

166000,- Euro von der Europäischen Union!

 

 

 

 

 

 

Der Beginn des neuen Schuljahres hätte nicht besser gelingen können: Die Europäische Union fördert über ihr Erasmus-Programm die Martin-Luther-Schule mit einer Summe, die in dieser Höhe noch nie an eine Hertener Schule ausgezahlt wurde: 166,- Tausend Euro!

Zu Beginn des Schuljahres 2018-19 hatte der Schulleiter die Idee, EU-Mittel für die Schule zu beantragen – und vier Kolleginnen sprangen ihm sofort zur Seite. Nach der Devise „Wir schaffen das!“ machten sich Lara Lunemann, Dajana Jost, Dr. Lia Winning und Kathrin Hanses ans Werk. Zwei schwierige, langwierige Antragsprozeduren – Fortbildung/Inklusion und Schulpatenschaften – mussten gemeistert werden, aber alle Beteiligten waren vom Erfolg des Vorhabens überzeugt und so schrieben und recherchierten sie ein dreiviertel Schuljahr lang. Der erste Antrag auf Fortbildung wurde so denn auch im Mai mit 68600,-€ bewilligt aber der zweite Antrag – Schulpatenschaften - hatte es in sich. Insbesondere die Aufgabe, europäische Partnerschulen zu finden und mit ihnen eng zusammen zu arbeiten, war schwierig. Über das europäische Portal eTwinning fand und besuchte Hermann Kuhl eine Schule in Südirland und Frau Winning nutze ihre Kontakte nach Temeswar in Westrumänien. Auf diese Weise wurde das Trio „Martin-Luther-Europaschule/Herten“, „Edmund Rice Secondary School/Irland, „Nikolaus-Lenau-Lyzeum/Rumänien“ perfekt und man  sich einig: Die Herausforderung „Erasmus“ würde gemeinsam angegangen werden – mit großem Erfolg: Die EU sicherte den drei Schulen insgesamt 97560,- € für die Arbeit der nächsten zwei Jahre zu!

                  

Hermann Kuhl: “Mit dieser Unterstützung geht ein lange gehegter Traum in Erfüllung. Endlich können wir mit jungen Leuten aus verschiedenen Ländern durch Europa touren und dabei verschiedene Länder erforschen, Fremdsprachenkenntnisse (vor allem Englisch) erweitern, Freundschaften schließen und Wissen vermehren – was für wunderbare Aussichten für die kommenden Jahre!“

Diese Perspektiven bringen für die Schüler- und Schülerinnen der drei Schulen große Veränderungen mit sich. Der Fremdsprachenunterricht wird umgebaut in einen Reiseunterricht, in der internationale Schulgruppen miteinander die Fächer Geschichte, Politik, Religion und Erdkunde in verschiedenen Sprachen (Englisch, Französisch, Italienisch) in den entsprechenden Ländern angehen werden. Betreut werden jungen Leute von Lehrer*innen der Schulpartner und schon bald legen an der MLS Busse aus Rumänien und Irland an bzw. starten, um zur Erkundung Europas aufzubrechen.

Dem Bürgermeister sei an dieser Stelle bereits gesagt, dass Herten nun noch europäischer wird und im Rathaus wird man mindestens eine neue Sprache vernehmen: Keltisch!