Martin-Luther- Europaschule
Martin-Luther-Europaschule 

Astronomie an der MLS

08.03.2021

 

Endlich Frühling – Warum gibt es Jahreszeiten?

Stefan Grüne

 

„Schief ist Englisch und Englisch ist modern“, dachte sich auch die gute alte Erde und neigte ihre Drehachse vor ewigen Zeiten ein wenig aus der Senkrechten.

Die Drehachse der Erde ist eine gedachte Achse, die vom Nordpol durch die Erde hindurch zum Südpol geht. Um diese Achse dreht sich die Erde nun schon seit knapp fünf Milliarden Jahren Tag für Tag, Jahr für Jahr. Und das wird sie auch noch eine ganze Weile so weiter machen. Ganz unabhängig davon, was die Spezies Mensch auf ihr treibt.

Seit der Zeit, dass die Achse schräg steht, sind wir Menschen überhaupt in der Lage, über einen Sommerurlaub nachzudenken. (Ja, ich bin mir sicher, dass die Pandemie irgendwann beherrschbar sein wird). Denn die Schrägstellung verschafft uns die Jahreszeiten. Und damit auch den Frühling. Am 20. März dieses Jahres ist es wieder so weit. Warum es gerade jedes Jahr um den 20. März herum liegt, hängt mit der Bewegung der Erde um die Sonne zusammen und, Sie werden es erraten, mit der Erdachse.

Die Achse der Erde ist ja nicht nur schräg, also im positiven Sinne, sondern auch noch, jetzt kommt eines meiner Lieblingswörter, raumfest. Das bedeutet, dass sie das ganze Jahr über immer in die gleiche Richtung zeigt. Für uns auf der Nordhalbkugel zeigt sie in Richtung Polarstern. Zwar wird sie nicht bis in alle Ewigkeit zum Polarstern zeigen, weil die Erde im Grunde nichts anderes ist als ein riesiger Kreisel. Und ähnlich wie ein Kreisel schlingert auch die Erde, so dass die Erdachse in etwa 26000 Jahren einen vollständigen Kreis beschreibt. Das macht die Erde aber so langsam, dass niemandem von uns Gefahr droht, unter Übelkeit zu leiden. Ganz anders als die Betreiber von sich wild drehenden Fahrgeschäften auf der Kirmes. Man nennt diesen Zeitraum von 26000 Jahren übrigens „Platonisches Jahr“.

Zurück zum Frühling. Dadurch, dass die Erdachse also immer in die gleiche Richtung zeigt, ist im Laufe eines Jahres mal die Nordhalbkugel der Sonne zugeneigt und mal die Südhalbkugel. Wird also die Nordhalbkugel mehr von der Sonne beschienen, ist hier das Sommerhalbjahr angebrochen. Auf der Südhalbkugel herrscht entsprechend das Winterhalbjahr. Sommer- und Winterhalbjahr deshalb, weil die Sonne bezogen auf die Nordhalbkugel nun ein halbes Jahr nördlich des Äquators steht. Auf der Südhalbkugel ist es halt andersherum. Und am 20. März, in diesem Jahr, steht die Sonne genau auf dem Äquator. Sie wandert dann weiter nach Norden und das eben beschriebene tritt ein. Die Nordhalbkugel bekommt jetzt mehr und mehr Sonne ab, auch wenn das Wetter uns hier und da etwas anderes weismachen will.

Darum gibt es also Jahreszeiten. Die Erdachse ist´s.

 

2019

Anlässlich des im Juli bevorstehenden 50. Jahrestags der ersten Mondlandung, möchten sich der Ergänzungskurs Astronomie sowie die Astronomie AG der Martin-Luther-Europaschule mit selbst erstellten Fotografien des Mondes in regelmäßiger Folge auf der Homepage der Schule präsentieren.

15.04.2019:

Das erste Bild zeigt den Mond am Abend des 15.04.2019 um 22:07 MESZ.

Die Aufnahme wurde mit einer Canon 400 D erstellt, die hierzu mittels Adapter am Schulteleskop, 8“ MEADE LXD 75 ACF auf einer LX80 Montierung, angebracht war. Die Belichtungszeit lag bei 1/500 s.

Norden befindet sich bei dieser Aufnahme links oben.

In der Bildmitte blickt man auf das Mare Serenitatis. Rechts davon schließt sich Mare Tranquillitatis an, wo zum ersten Mal Menschen einen anderen Himmelskörper betreten haben.

Der markante ovale Krater zum linken oberen Mondrand ist der Krater Plato. Dieser Krater hat einen Durchmesser von etwa 100 km. Unterhalb von Plato öffnet sich das Mare Imbrium, das Regenmeer. Das bogenförmige Wallgebirge heißt Sinus Iridum. Im Süden wird Mare Imbrium durch die Montes Carpatus, den Karpathen, begrenzt. Der auffällige Krater im Mare Insularum heißt Copernicus mit 93 km Durchmesser. 

Das erste Bild zeigt den Mond am Abend des 15.04.2019 um 22:07 MESZ.

13.05.2019:   

 

Neues vom Mond:

Diese aktuellen Bilder wurden am 13.05.2019 erstellt.

Teleskop: 8“ Meade LXD 75 ACF  auf LX80 Montierung

Kamera: Canon Eos 400D

 

Bild 1: Mond südlicher Bereich um Clavius und Tycho 21:17 Uhr, 1/400 s
Bild 2: Mond nördlicher Bereich, Mare Serenitatis, Mare Tranquillitatis, Mare Crisium, am linken Mondrand Krater Plato 21:09 Uhr, 1/500 s
Bild 3: Mond Terminator, beherrschender Krater ist Copernicus 21:29 Uhr, 1/400 s